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OSTITIS Eine Ost itis wird auch als Oste itis bezeichnet. Der Begriff "Ostitis" setzt sich zusammen aus den Wortteilen -osteo- (= Knoc hen) und -itis- (= Entzündung). Mit dem Begriff "Ostitis" ist die Entzündung des Knochens, also der Knochenmasse gemeint, und nicht etwa die Knochenmarkentzündung oder der Knochenhautentzündung. Ein Knochen besteht aus einer äußeren, kompakten Knochenmasse. Weiter innen befinden sich kleine Kn ochenbälkchen, die ein schwammartiges Füllmaterial bilden und den Kn ochen sehr festigen. Wie entsteht eine Ostitis (Os teitis)? Da ein Kn ochen sehr gering durchblutet ist, erfolgt eine Infektion (= Eindringen von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren) nicht hämatogen (= durch Absiedelung aus dem Blut) wie hauptsächlich bei der Kn ochenmarkentzündung, sondern iatrogen (= durch ärztlichen Eingriff verursacht, z. B. Operationen) oder nach einem Trauma (= Verletzung). Die Gefahr ist allerdings groß, daß eine Ostitis im weiteren Verlauf auch auf die Knochenhaut (Periostitis) und das Knochenmark (Osteomyelitis) übergreift, bedingt durch die räumliche Nähe. Eine Entzündung eines Knochens geht mit folgenden Symptomen (= Krankheitszeichen) einher:
Bei Beteiligung des Kn ochenmarks kann es darüber hinaus zu einer schweren Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens (bis hin zu einer Sepsis (= Blutvergiftung)) kommen. Eine Ostitis kann auch auf benachbarte Gelenke übergreifen. Untersuchungen bei Verdacht auf Ostitis:
Wenn eine Eiteransammlung (Abszeß) nachweisbar ist kann diese zum Nachweiß bzw. Bestimmung des Erregers punktiert (= Gewebe-/Flüssigkeitsentnahme mit einer Kanüle) werden. Zur Therapie der Ostitis
(Entzündung des Knochens) werden nach vorheriger Austestung hochdosiert
Antibiotika gegeben. Zur
Schmerz
- und Ursachenbekämpfung
im Bereich der unteren Körperhälfte (von einer Ostitis,
besonders in Kombination mit einer
Knochenmarkentzündung,
sind hauptsächlich die
Beine
betroffen) eignet sich die längerfristige, kontinuierliche epidurale
(= rückenmarknahe)
Blockade mit Katheter
(*siehe unten).
Bei der chronische n Ostitis des Unterschenkels können im Rahmen der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) zur Durchblutungsverbesserung auch Lidocain-Injektionen in die A. femoralis (= Beinschlagader) durchgeführt werden (so z.B. 2-3 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage). Bei einer chronische n Ostitis im Bereich des distalen (= weiter entfernt von der Körpermitte) Unterschenkels oder Fußes bewirkt auch die kontinuierliche Blockade des Nervus ischiadicus (* siehe unten) eine kräftige Sympath ikolyse (= Weitstellung der Blutgefäße) und damit eine sehr deutliche Mehrdurchblutung. Der Vorteil dieser Methode ist das geringere therapeutische Risiko. Daß Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier. Wenn Schmerzen bei bei einer Ostitis längerfristig bestehen, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen im Rahmen der speziellen Schmerzpsychotherapie zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen, was aber ambulant kaum möglich ist, weil es nur ganz wenige niedergelassene Psychologen gibt, die eine solche Weiterbildung absolviert haben. * Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit
Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw.
den betroffenen
Nerven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum)
durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Dass
die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit hinaus
anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch
die sog. vegetativen Ner
ven betroffen sind, woraus, wie oben
schon ausgeführt, eine sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies
ist der Grund, warum diese Behandlungsmethode besonders bei
Schmerzen, die auf
entzündliche oder auch degenerative Prozesse zurückzuführen sind, hilfreich ist. Eine Sonderform der Ostitis ist die Ostei tis pubis (einfach anklicken) oder auch die Ostitis deformans (Ostitis deformans Paget) das sog. Paget Syndrom (auch als Paget Krankheit, Morbus Paget oder Osteodystrophia deformans bezeichnet). Es handelt sich um eine Knochenerkrankung mit einem massivem, sowohl knochenaufbauenden als auch -abbauenden Knochenumbau, bevorzugt an Os sacrum (= Kreuzbein), Becken, Humerus (= Oberarm knochen), Tibia (= Schienbein), Femur (= Oberschenkel knochen), Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule (seltener Brustwirbelsäule) und Schädel. Weitere (seltene) Formen:
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